• Mit 7% Mutteressenzanteil bei den konventionellen Stockbottles
  • Regionales Produkt
  • Faires Preis-/Leistungsverhältnis
  • Heilpraktikerhintergrund
  • Mit 7% Mutteressenzanteil bei den konventionellen Stockbottles
  • Regionales Produkt
  • Faires Preis-/Leistungsverhältnis
  • Heilpraktikerhintergrund

Oo. Intestinorum – Funktionskreis Dick- und Dünndarm

Die wahre Ernte meines täglichen Lebens ist etwas so Unfassliches wie das Morgen- und Abendrot. 8Henry David Thoreau9

Warum zitiere ich im Zusammenhang mit dem Darm den großen amerikanischen Philosophen Thoreau, der über das Leben schreibt und sich über die Existenz Gedanken macht? Nun, der Darm ist eindeutig dem Leben zuzuordnen.

Nun, es klingt verrückt, aber tatsächlich sind über 80% unseres Immunsystems im Darm lokalisiert. Es gibt Menschen, welche behaupten der Tod säße im Darm... Nun, das klingt mir etwas zu pessimistisch, darum habe ich diesen Teil des Körperenergiekreislaufes lieber unter den Überbegriff des Lebens gestellt.

Das Leben hat viele Facetten, nicht immer haben wir den Eindruck, dass das Leben es gut mit uns meint. Oftmals sind wir auch in festen Schemen und Verhaltensstrukturen gefangen, wir haben den Eindruck, dass wir in einer Falle sitze, aus der es kein Entrinnen gibt.

Nun, vielleicht scheint es so, und doch haben wir es selbst in uns, die Lage, die uns einengt, zu verändern. Dazu gehört, dass man aus dem, was man hat, den größten Nutzen zieht, und das, was uns belastet, loszulassen. Nicht immer fällt uns das leicht – und doch gehört es dazu, wenn man Veränderungen anstrebt.

Dieses Loslassen ist eng mit der Verdauung assoziiert. Im Dünndarm werden die Nahrungsbestandteile, die der Körper benötigt, aus dem Nahrungsbrei herausgefiltert und in den Blut- und Ernährungskreislauf weitergeleitet, wohingegen im Dickdarm noch Flüssigkeit aus dem Nahrungsbrei gezogen und dem Körper wieder zur Verfügung gestellt wird.

In der chinesischen Medizin sind Dick- und Dünndarm für die Weiterleitung und Ausscheidung der ungeklärten Säfte zuständig.

Und doch geht das nicht immer reibungslos vonstatten.

Wenn die „Mitte“ zuviel Power hat und die Säfte im Darm-Funktionskreis austrocknet (Calor repletionis)

Für eine geregelte Verdauung bedarf der Bereitstellung von Verdauungssäften und Enzymen, welche den Speisebrei in seine Bestandteile aufschlüsseln und weitertransportieren können. Die Feuchtigkeit ist dazu unerlässlich. Wenn jetzt auch noch zu wenig getrunken wird oder die Mitte zu aktiv ist, ist die Verdauungsschwäche vorprogrammiert.

Symptom:

• Obstipation

Therapie:

Sapor: Süß, etwas scharf, sauer

Temperatur: Kalte, kühle, neutrale, befeuchtende Lebensmittel, die den Verdauungsbrei weitertransportieren und ausscheidungsfähig machen.

Sehr gut sind z.B.:

Getreide:

• Erdnüsse

• Sesam

• Pinienkerne

• Walnusskerne

• Mandeln (15 gr. süße Mandeln und 15 gr. Walnusskerne zusammen leicht anrösten und fein zermahlen, mit Honig oder Zucker abschmecken und auf 2-3 mal in heißem Wasser aufgelöst einnehmen)

Gemüse: (am besten roh oder in Salatform)

• Chinakohl

• Spinat (entzündliche Prozesse, Blutungen, Hämorrhoiden, Fisteln)

• Amaranth

• Bambussprossen

• Salat

• Süßkartoffeln

• Aubergine (blutiger Stuhl, blutige Hämorrhoiden, kühlt das Xue, löst Stasen)

• Wasserkastanie

• Judasohr (schwarze Morchel) (blutstillend, bei Blut im Stuhl und blutenden Hämorrhoiden, evtl. zusammen mit Karotten und Spinat)

Obst:

• Pfirsich

• Pflaume

• Banane (roh: blutstillend, kühlend. Gekocht in der Schale und verzehrt: laxierend, blutstillend  wirkt befeuchtend)

• Feige (blutstillend)

• Maulbeerfrucht (stellt Verdauungssäfte bereit und macht den Darmfunktionskreis durchgängig)

• Roher Apfel

Roh oder getrocknet fördern Früchte gleichermaßen die Verdauung. Roh: kühlend, befeuchtend. Getrocknet: süßer Sapor und daher Säfte produzierend  laxierend

Bitte passen Sie auf, wenn eine Schwäche der Mitte mit Feuchtigkeit vorliegt. Hier sind frische Früchte aufgrund ihrer kühlen Temperatur eher kontraindiziert.

Milchprodukte:

• Kuhmilch

• Joghurt

• Kefir

• Butter

• Sahne

Sie alle wirken befeuchtend und die Säfte vermehrend.

Gewürze/Genussmittel

• Salz (abgekochtes Salzwasser!)

• Sojaöl

• Erdnussöl

• Schweineschmalz

• Rapsöl

Die Öle bitte nicht bei Durchfallneigung und einer geschwächten Mitte einsetzen.

Wenn der Körper zuviel Feuchtigkeit verliert und nicht festhalten kann. Depletio-Symptomatik im Orbes Intestinorum

Symptom:

• Diarrhoe

Querverweis:

Mitte, Schwäche des Milz-Yang

Therapie:

Sapor: Süß, salzig, sauer, neutral

Temperatur: Grundsätzlich erwärmend

Sehr gut sind z.B.

Getreide:

• Buchweizen (Abkochung aus Buchweizen mit Rettich: Buchweizen anrösten, pulverisierEn und mit Rettichdekokt zusammen einnehmen) – (Notfallelixier aus Buchweizen: Eine beliebige Menge Buchweizen anrösten, pulverisieren, mit Eiweiss oder Wasser zu Pillen formen, jeweils 6 dieser Pillen mit heißem wasser zusammen einnehmen- „feuchte Hitze“, einer Schwäche des Milz-Orbes, bei trübem, weißen Urin, leichter Diarrhoe, Fluor albus (weißl. Ausfluss)

• Hirse (Brei: 30 gr. Kolbenhirse, 15 gr. Yamswurzel, 5 Jujubenfrüchte (chin. Datteln) zu einem Brei kochen. Bei Diarrhoe und bei zuwenig Qi ind Xue)

• Klebrige Kolbenhirse

• Mohrenhirse (60 gr. Mohrenhirse anrösten bis es duftet; 10 chin Datteln (Jujuben) entkernen, stark anrösten und mit den Hirsekörnern zu einem feinen Pulver vermahlen. Weißer Zucker nach Belieben zugeben und vermischen. Jedes mal 6-12 gr in warmem/heißem Wasser einnehmen. Festigt den Stuhl, stärkt den Appetit, Verdauungsstörungen – gerne bei Kindern!)

Alternative: Abkochung von Mohrenhirse (30 gr. Mohrenhirse, 15 gr. Hiobstränensamen und 15 gr Wegerichsamen in Wasser abkochen, abseihen und einnehmen (bei starker, dünnflüssiger Diarrhoe und spärlichem Urin)

• Sojabohne (gekocht zur Stütze der Mitte)

• Azukibohnen (gekocht zur Stütze der Mitte)

Gemüse

• Chillies

• Paprika

• Grüne Paprika (mit fermentierter Sojabohnenpaste anbraten und einnehmen)

• Ingwer

NICHT BEI blutigem Stuhl, Hämorrhoiden und Geschwüren

Obst

• Säuerliche Äpfel (30 gr Äpfel und 30 gr. Yamswurzel zusammen zu einem feinen Pulver verreiben. Jeweils 15 – 20 gr mit etwas weißem Zucker abschmecken, in heißem Wasser einnehmen – Bei Verdauungsstörungen, hartnäckigem Durchfall, wenig Appetit)

• Japanaprikosen (hartnäckiger Durchfall)

Gewürze

• Pfeffer

• Gewürznelken

• Muskat

Feuchte Hitze Belastung in den Darm-Kreisläufen

(Calor humidus der oo. Intestinorum)

Symptome:

• Verdauungsprobleme

• Diarrhoe mit Schleim und evtl. Blut im Stuhl

• Geschwürbildung

• Stark riechender Stuhl

• Brennen im Analbereich

• Entzündungszeichen

• Allgemeine Infektionszeichen

• Schweiße

Therapie:

Sapor: die Mitte stützen -> Süß, Sauer, Neutral

Temperatur: kühl, Tendenz zu kühl, neutral

Ziel: Hitze beseitigen, runterkühlen, Schleim und Feuchtigkeit ausleiten

Sehr gut sind u.a.:

Getreide:

• Buchweizen (Notfallelixier aus Buchweizen: Buchweizen leicht anrösten, pulverisieren, mit Wasser oder Eiweiß zu Pillen formen. Jeweils 6 dieser Pillen mit heißem Wasser zusammen nehmen).

• Azukibohnen (Abkochung von 60 gr. Azukibohnen und 15 gr. Maulbeerrinde mit Wasser abkochen, die Maulbeerrinde entfernen und das Wasser mit den Bohnen zusammen einnehmen)

• Sonnenblumenkerne (gegen Wurmbefall: 250 gr. Sonnenblumenkerne schälen und vor dem Schlafengehen auf leerem Magen auf einmal zu sich nehmen. 2-3 Tage hintereinander wiederholen.

Gemüse:

• Frühlingszwiebeln (Frühlingszwiebelsaft mit Sesamöl: 30 gr. Frühlingszwiebeln auspressen, zu dem Saft 30 gt. Sesamöl dazumischen und auf einmal einnehmen. (Kinder weniger). 2 x tgl. nüchtern. Nebenwirkungen: möglicherweise leichte Übelkeit, etwas dünnerer Stuhl. Scheidet Würmer sehr schnell aus, beseitigt rasch die Schmerzen)

• Knoblauch (Mehrere Zehen Knoblauch in Essig einlegen und jeweils 10 gr davon langsam zerkauen und mit warmem Wasser nachspülen. Bei Schmerzen aufgrund von Kält-Noxen im Bauchraum, Blähungen, vermindertem Appetit, Diarrhoe). Gerösteter Knoblauch wirkt stark entgiftend und antiparasitär.

• Amaranth (150 gr. Amaranth in Wasser kochen, Rückstände entfernen, den Saft auspressen und mit 60 gr. Rundkornreis zu einem Brei kochen, der auf einmal auf nüchternen Magen genommen wird. Bei blutiger, eitriger Dysenterie und Diarrhoe aufgrund von calor humidus)

• Salat

• Kartoffel

• Lotoswurzel (bei Blutungen, Kiefersperre, auch Darmblutungen, zur Harmonisierung der Mitte: 12 gr. pulverisierte Lotoswurzel mit weißem Zucker (nach Belieben) und kaltem, abgekochtem Wasser gut vermischen, dann mit kochendem Wasser aufgießen und umrühren, bis eine breiartige Paste entsteht. )

• Aubergine (Eine große Aubergine in feuchtes Papier einwickeln, auf kleiner flamme langsam gar dünsten, dann auswickeln und in heißem Zustand in ein Glasgefäß geben. Mit Wein bedecken. Bei geschlossenem Deckel 3 Tage einweichen lassen, dann die Rückstände der Aubergine beseitigen und den erwärmten Wein auf nüchternen Magen nehmen. Bei Blutungen)

• Gurke (In Honig getauchte Gurken, tgl. 2-3 x essen - bei leichteren Fällen von Diarrhoe, auch bei Kindern) (Trank aus Gurkenblättern: Frische Gurkenblätter waschen und mit einer beliebigen Menge Wasser eine Stunde lang kochen lassen, abseihen und mit weißem Zucker abgeschmeckt einnehmen. Bei Erkältungskrankheiten mit Fieber, Bauchweh, Diarrhoe, Übelkeit und Erbrechen)

• Judasohr (schwarze Morchel) – (bei Blut im Stuhl und blutigen Hämorrhoiden, blutigem Auswurf, starken, plötzlichen Gebärmutterblutungen: 30 gr Jujuben und 50 gr Judasohren <schwarze Morcheln> mit etwas braunem Zucker kochen und essen)

Obst:

• Kaki (Blutungsstillung bei Hämorrhoidalblutungen, blutiger Fehlverdauung und Durchfall)

• Banane (bei Obstipation, entgiftend, bei blutigen Hämorrhoiden besonders gekochte Bananen zu empfehlen)

• Kokosnuß (gegen Parasiten)

• Feige (wirkt abführend  bei Verstopfung, s. gekochter Schweinedarm mit Feigen)

• Honigmelone (bei Geschwüren im Magen-Darmbereich)

• Granatapfel (Einen ganzen, möglichst sauren Granatapfel in Stücke schneiden, zerkleinern, auspressen und den Saft auf einmal einnehmen): wirkt zusammenziehend, behebt Durchfall, der nicht auf calor humidus zurückzuführen ist.

• Geschmorter Schweinedarm mit Feigen (10 frische oder getrocknete Feigen mit einem Schweinedarm in Wasser kochen und einnehmen: Bei Obstipation, Hämorrhoiden, Aftervorfall)

Fleisch/Fisch/Milchprodukte

• Hasen-/Kaninchenfleisch (bei Entzündungen im Darmbereich, Erbrechen mit blutigem Stuhl)

• Barsch, Zander (blutige Diarrhoe). Vorsicht, kann zu einer Hitze-Symptomatik führen, wenn übertrieben wird)

• Kuhmilch (250 gr Kuhmilch mit 25 gr Knoblauch zusetzen, eindicken lassen, bis eine konzentrierte Flüssigkeit entsteht), bei Spulwurmbefall

- bei Zwölffingerdarmgeschwüren: 250 gr. Kuhmilch abkochen, 50 gr. Bienenhonig zusetzen, 6 gr. Bletilla-striata-Wurzelknollenpulver (Tuber Bletillae) zugeben und einnehmen

• Frischkäse

Genussmittel/Öle

• Honig (befeuchtet und mindert die Schmerzen, entgiftend bei Diarrhoe, bei entzündlichen Prozessen im Darmbereich, evtl. zusammen mit geröstetem Sesam

• Erdnussöl (gegen Parasiten, macht durchgängig bei Ileus, Blockaden und Obstipation)

• Sesamöl (bei Verdauungsblockaden, Bauchweh, Wurmbefall)

• Grüner Tee (Bei Verdauungsblockaden, Geschwürbildung, Diarrhoe und Dysenterie)

• Rapsöl (abführend, befeuchtend, gegen Parasiten, bei Ileus, Obstipation, Geschwürbildung und Hämorrhoiden)